E-Autos sind in allen Segmenten günstiger als Verbrenner

4 Minuten zu lesenAuto & Motor
Der aktuelle Car Cost Index von Ayvens zeigt, dass E-Autos mittlerweile unabhängig von der Fahrzeugklasse im Leasing günstiger kommen als Verbrenner-Modelle.
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Der Car Cost Index von Ayvens, der dieses Jahr in zweiter Auflage erschienen ist, analysiert die Gesamtbetriebskosten (TCO) von Firmenfahrzeugen in 30 europäischen Ländern, also sämtliche Kosten des Fahrzeugbesitzes, einschließlich Wertminderung, Zinsen, Reparaturen, Service, Reifen, Kraftstoff, Steuern und Versicherung. Vom Kleinwagen- bis zum Premium-Segment. Die Berechnungsgrundlage ist ein Operating-Leasing über vier Jahre mit einer Laufleistung von 30.000 Kilometern.

E-Mobilität ist in allen Segmenten angekommen

Nicht zuletzt aufgrund des stark steigenden Angebots an vollelektrischen Fahrzeugen sowie dem Launch neuer, teils ausschließlich elektrischer Marken in Österreich ist aus der einstigen Nische eine Antriebsart geworden, die alle Segmente abdeckt. Waren es zu Beginn Fahrzeuge der Oberklasse oder der oberen Mittelklasse, die vor allem auf Managementebene eingesetzt wurden, lässt sich mittlerweile bis zum Kleinwagen ein passendes elektrisches Angebot finden. Und das zu einem konkurrenzfähigen Preis.

BEV sind im TCO-Vergleich günstiger

Wie sehr sich das Blatt gewendet hat, zeigt der Vergleich der Vollkosten zwischen BEV und Verbrennern. Egal, ob Kleinwagen, Kompakt- oder Mittelklasse: Die monatlichen, durchschnittlichen TCO liegen in Österreich immer rund 100 Euro unter jenen der Verbrenner. Dabei sind die enorm gestiegenen Spritpreise der jüngsten Zeit noch nicht einmal berücksichtigt! Noch Ende 2024 waren BEV nicht in allen Fahrzeugklassen konkurrenzfähig, etwa in der Mittelklasse. Unterm Strich sind es vor allem die Energiekosten, die den Unterschied machen. Vorteile lassen sich auch mit Plug-in-Hybriden erzielen, je öfter diese geladen werden, desto größer sind diese.

Deutliche Unterschiede zwischen den Ländern

Elektrofahrzeuge sind vor allem in West- und Nordeuropa oftmals günstiger als ihre Verbrenner-Pendants. So ist der vollelektrische BMW i4 in 20 der 30 untersuchten Länder günstiger als der BMW 3er Verbrenner. Wenig überraschend ist es in der Schweiz am teuersten, ein Auto zu leasen. Die durchschnittlichen Monatskosten liegen dort bei 1.217 Euro. Die günstigsten Länder des Vergleichs sind Portugal und Belgien mit jeweils rund 780 Euro pro Monat. Österreich befindet sich im oberen Mittelfeld, was vor allem auf die vergleichsweise hohen Steuern – allen voran die NoVA bei Verbrennern – zurückzuführen ist.

Der Car Cost Index verdeutlicht jedenfalls, dass der bloße Vergleich der Finanzierungskosten oft zu kurz greift und stattdessen immer die Gesamtbetriebskosten herangezogen werden sollten. Denn selbst wenn manchmal ein klassisches Leasingangebot auf den ersten Blick einen vermeintlichen Vorteil für ein Verbrenner-Modell ausweist, zeigt sich bei Betrachtung aller Kosten, dass ein Umstieg auf Elektro die wirtschaftlich bessere Wahl ist.

Sie interessieren sich für die Detailergebnisse des Car Cost Index? Hier finden Sie einen Überblick.

Veröffentlicht am 19. Mai 2026
19. Mai 2026
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