
Ayvens Marktradar: Pkw- und Nfz-Markt legt deutlich zu, alternative Antrieb weiter auf dem Vormarsch
Die Gewinner und Verlierer der ersten Jahreshälfte, die stärksten Marken und Modelle sowie der aktuelle Mix der Antriebsarten.
Die Gewinner und Verlierer im 1. Halbjahr
Mit 164.529 Neuzulassungen ist das Pkw-Segment im 1. Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gewachsen. Bei den leichten Nutzfahrzeugen liegt der Zuwachs sogar bei sehr deutlichen 46,4 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2025. Was auch daran liegt, dass Fristen für neue Assistenzsysteme anstehen, die die Hersteller zu Kurzzulassungen veranlasst haben. Das Ayvens Marktradar wirft halbjährlich einen Blick hinter die Kulissen.
Die Marken
Im Pkw-Segment bleibt der VW-Konzern auch 2026 stark. Mit VW (22.939 Autos), Skoda (17.602) und Audi (10.920) liegen gleich drei Marken auf dem Stockerl, jede einzelne hat gegenüber 2025 zwischen 13,7 und 16,6 Prozent gutgemacht. BMW konnte zwar Platz vier verteidigen, gehört aber mit einem Minus von 2,3 Prozent zu den Verlierern der ersten Jahreshälfte. Seat – eine weitere VW-Konzernmarke – landet mit einem Plus von 19,5 Prozent auf Rang fünf, dahinter Mercedes (+17,3 %) und Cupra (–4,6 %). Newcomer BYD holt mit 5.804 Fahrzeugen Rang acht, ein Plus von 77 %, Dacia (–6,7 %) und Toyota (–6,7 %) komplettieren die Top-Ten.
Betrachtet man nur die gewerblichen Zulassungen, sind die ersten vier Plätze ident, danach folgen Mercedes, Cupra und Seat. Stärker als im Gesamtmarkt sind in diesem Bereich Peugeot, Hyundai und Opel, die es in die Top-Ten geschafft haben. Skoda (+33,4 %) und Hyundai (+30,8 %) haben hier die größten Zuwächse zu verzeichnen.
Die Elektroautos
Die vollelektrischen Autos sind weiter auf dem Vormarsch, gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 legten die Stromer um gleich 27 Prozent zu. An der Spitze konnte sich Tesla mit 4.265 Autos (+25,5 %) hauchdünn gegenüber Skoda mit 4.194 Autos (+62,8 %) durchsetzen, aber auch BMW (3.981 Einheiten), BYD (3.909) und VW (3.542) liegen durchaus in Schlagdistanz. Größter Verlierer bei den E-Autos im 1. Halbjahr 2026 ist Audi mit 1.801 Autos und einem Minus von 29,6 Prozent. Bei den Modellen gibt klar das Tesla Model Y den Ton an, dahinter fast ex aequo Skoda Enyaq und Elroq, BYD Sealion 7 und VW ID.3 ebenfalls auf Augenhöhe.
Die Rangordnung beim Leasing
Der Leasingmarkt ist mit plus 15,8 Prozent in etwa gleich stark wie der Gesamtmarkt gewachsen, die Reihenfolge der Marken unterscheidet sich allerdings. Skoda (+4,7 %) liegt hier vor VW (–5,8 %) und BMW (–12,1 %), Mercedes (+23,6 %) und Tesla (+36,7 %) komplettieren die Top-Fünf. Bei den gewerblichen Zulassungen führt Skoda das Ranking vor BMW, VW, Mercedes und Audi an, Tesla liegt mit einem verhältnismäßig mageren Plus von 2,7 Prozent hier nur auf Rang acht.
Die leichten Nutzfahrzeuge
Wie eingangs erwähnt, ist das Wachstum bei den leichten Nutzfahrzeugen nicht ausschließlich organisch, sondern beruht auch auf Tageszulassungen aufgrund gesetzlicher Änderungen bei den Assistenzsystemen. Beim Kampf um die Krone matchen sich traditionell zwei Marken, im 1. Halbjahr 2026 hat Ford mit 3.598 Fahrzeugen (+54,4 %) die Nase vorn, VW folgt mit 3.381 Fahrzeugen (+32,0 %). Mit 2.722 Fahrzeugen folgt Mercedes auf Rang drei, bemerkenswert ist das Plus von 109,2 Prozent. Fiat (1.669 Einheiten) und Renault (1.586 Einheiten) schließen die Top-Fünf ab. Um starke 77 Prozent gewachsen ist der Leasingbereich bei den leichten Nutzfahrzeugen, Ford (+67,5 %) liegt hier vor Mercedes (+205,3 %) und VW (+59,2 %).
Die erfolgreichsten Modelle
Während sich zwischendurch auch schon mal der Skoda Octavia vor den VW Golf setzen konnte, hält der Wolfsburger Dauerbrenner die Halbzeitführung im Jahr 2026 vor seinem tschechischen Schwestermodell. Auf Platz drei liegt mit dem Model Y das stärkste vollelektrische Fahrzeug, dahinter BMW X1 und mit Seat Ibiza, VW Polo, Toyota Yaris und Skoda Fabia gleich eine ganze Kleinwagen-Riege. Skoda Karoq und BMW X3 komplettieren die Top-Ten.
Wirft man einen Blick auf die Antriebsarten, so ist es im Halbjahresvergleich von 2025 auf 2026 zu ein paar Verschiebungen gekommen. So ist der Elektroanteil am Gesamtmarkt von 22 auf 24 Prozent gestiegen, somit ist bereits fast jedes vierte Auto vollelektrisch. Ebenfalls um zwei Prozentpunkte zugelegt haben die Plug-in-Hybride auf nun 11 Prozent, normale Hybrid-Modelle ohne externe Aufladung sind von 23 auf 27 Prozent gewachsen und stellen nun das größte Segment der Antriebsarten dar. Von 28 auf 25 Prozent bzw. von 12 auf 10 Prozent geschrumpft sind benzin- und dieselgetriebene Fahrzeuge. Auch interessant: Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ohne E-Autos liegt bei 124 g/km, rechnet man die E-Fahrzeuge mit, sind es 96 g/km.



