
Elektrifizierung Ihrer internationalen Flotte
Let's get started: Welche Länder sind reif für den Umstieg auf E-Mobilität?
Wussten Sie, dass vollelektrische Fahrzeuge den Markt in Norwegen und Dänemark bereits dominieren? Und dass die Niederlande, gefolgt von Belgien, im Jahr 2025 die beste öffentliche Ladeinfrastruktur europaweit hatten? Die Marktetablierung von E-Fahrzeugen und die öffentliche Ladeinfrastruktur sind zwei von fünf Faktoren, die für die E-Mobilitäts-Reife eines Landes ausschlaggebend sind – wichtige Entscheidungskriterien, um Ihre Flotten im In- und Ausland zu elektrifizieren.
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Darum sollten Sie sich um die Elektrifizierung Ihrer internationalen Flotte kümmern
Wenn Sie nicht nur Ihren deutschen Fuhrpark verantworten, sondern auch die Mobilität Ihres Unternehmens in anderen Ländern, stehen Sie einigen Herausforderungen beim internationalen Fuhrparkmanagement gegenüber. Dabei ist die Elektrifizierung Ihrer Flotte lokal wie international einer der Gründe, warum Ihre Fuhrparkmanagement-Aufgaben in den letzten Jahren noch anspruchsvoller geworden sind.
Kümmern Sie sich rechtzeitig um E-Mobilität!
Mit dem Verbrenner-Aus in der EU ab 2035 stellt sich Ihnen nicht mehr die Frage, ob, sondern wann und wie Sie Ihre Flotte auf E-Mobilität umstellen. Gehört Ihr Betrieb zu den zahlreichen Unternehmen, die bereits bis zum Jahr 2030 eine 100-prozentige CO2-Neutralität anstreben, bleibt Ihnen noch weniger Zeit. Beim Flottenleasing hätten Sie bei einer Fahrzeug-Haltedauer von z. B. 48 Monaten die letzten Verbrenner bereits bis Ende des Jahres 2025 in Ihre Flotten aufnehmen müssen.
Nach wie vor existieren Barrieren, Flotten im In- und Ausland zu elektrifizieren. Dazu gehören die Angst vor der E-Auto-Reichweite, die Komplexität der Ladeinfrastruktur und der damit verbundenen Ladekosten sowie die Frage, wie erschwinglich E-Mobilität ist. Wussten Sie, dass Deutschland gemäß „Mobility Guide 2026“ bereits zu den reiferen Ländern zählt, wenn es um den Einstieg in die E-Mobilität geht?
Wann ist ein Land reif für E-Mobilität?
Der E-Mobilitäts-Reifegrad eines Landes wird von verschiedenen Faktoren wie Ladeinfrastruktur, steuerlichen Vorteilen oder Gesamtbetriebskosten bestimmt. Nutzen Sie unseren kompakten Vergleich von 30 europäischen Ländern im praktischen Excel-Format.
E-Mobilitäts-Reife: Wie können Sie sich den Umstieg Ihrer Flotte auf E-Mobilität erleichtern?
Ab 2035 dürfen Neufahrzeuge in der EU nur noch CO2-frei fahren. Damit kommt automatisch die E-Mobilität an Ihren Unternehmensstandorten in der EU auf Ihre Agenda. Aber wie entscheiden Sie, mit welchen Ländern Sie am besten starten? In den 13 Ländern, die bereits reif für E-Mobilität sind, wird sich Ihr Umstieg auf E-Mobilität einfacher gestalten. Schwieriger wird es in Ländern, die noch am Anfang stehen und in denen die Barrieren höher sind.
Neu, im Übergang oder schon reif für E-Mobilität?
In unserem Punktesystem können die Länder beim E-Mobilitäts-Reifegrad maximal 100 Punkte erreichen. Im Vergleich erhalten sie eine der folgenden drei Klassifizierungen.
1. „Reifere“ Länder (60 bis 100 Punkte) Zu den reiferen Ländern gehören diejenigen, in denen E-Mobilität bereits stark vertreten ist oder in denen es günstige Bedingungen für die Einführung von E-Fahrzeugen gibt.
2. „Übergangs“-Länder (40 bis 59 Punkte) Länder im Übergang zur E-Mobilität haben ein konkretes Interesse an der Elektrifizierung. Bei Ihnen ist jedoch aufgrund lokaler Herausforderungen davon auszugehen, dass der Übergang erst mittelfristig erfolgen wird.
3. „Neue“ Länder (0 bis 39 Punkte) In den Ländern, die noch weniger reif für E-Mobilität sind, existieren noch schwer zu überwindende Hürden hinsichtlich Lademöglichkeiten, Erschwinglichkeit und Verfügbarkeit von E-Fahrzeugen.
Welche fünf wichtigen Faktoren beeinflussen den E-Mobilitäts-Reifegrad?
Die Einordnung der Länder in die drei Kategorien „reifere“ Länder, „Übergangs“-Länder und „neue“ Länder erfolgt nach den fünf folgenden Einflussfaktoren, die für jedes der 30 Länder bewertet und für die Punkte vergeben wurden.
1. Marktetablierung von E-Fahrzeugen (max. 25 Punkte) Wie etabliert die Nutzung von E-Fahrzeugen in einem Land bereits ist, basiert auf dem Verkaufsvolumen und dem Marktanteil von E-Fahrzeugen im Vergleich zum gesamten Markt. Dabei werden vollelektrische Fahrzeuge stärker gewichtet als solche mit anderen elektrischen Antrieben.
2. Öffentliche Ladeinfrastruktur (max. 20 Punkte) Wie gut die öffentliche Ladeinfrastruktur eines Landes ist, bestimmen die Qualität und die Quantität der öffentlichen Ladestationen im Verhältnis zur Anzahl der Elektroautos sowie die Abdeckung mit Lademöglichkeiten je 1.000 Einwohner.
3. Lokale Besteuerung und Regularien (max. 20 Punkte) Die hier zu erreichende Punktzahl bewertet, inwieweit die Regierungen oder die wichtigsten Städte Subventionen und/oder Anreize für die Einführung umweltfreundlicherer Antriebe bieten.
4. Wettbewerbsfähigkeit der Gesamtbetriebskosten (TCO) von vollelektrischen Antrieben im Vergleich zu Verbrennern (max. 30 Punkte) Um die Wettbewerbsfähigkeit von Fahrzeugen mit vollelektrischem Antrieb und Verbrennern zu vergleichen, werden pro Land die Cent/km der jeweiligen Antriebsart für eine Laufzeit und Laufleistung von 48 Monaten und 120.000 km ermittelt.
Da ein umfangreiches lokales Angebot an vollelektrischen Fahrzeugmodellen mittlerweile in allen Ländern Standard ist, spielt dieser Faktor anders als in früheren Jahren keine Rolle mehr für die Ermittlung der E-Mobilitäts-Reife. Stärker ins Gewicht fällt dafür, wie wettbewerbsfähig die TCO von vollelektrischen Antrieben im Vergleich zu Verbrennern sind – daher jetzt mit 30 zu erzielenden Punkten statt vorher 15.
5. Relevanz nachhaltiger Stromerzeugung (max. 5 Punkte) Wie nachhaltig E-Mobilität in einem Land ist, hängt davon ab, wie CO2-arm der Einsatz von E-Fahrzeugen in dem Land tatsächlich ist, und damit vor allem von der Kohlenstoffintensität der Stromerzeugung. Länder mit einem höheren Anteil an erneuerbaren und kohlenstoffarmen Energiequellen werden höher eingeordnet.
Elektrifizieren Sie Ihre internationale Flotte Schritt für Schritt!
Es ist einfacher, wenn Sie mit reiferen Ländern beginnen, Ihre internationale Flotte auf E-Mobilität umzustellen. Nutzen Sie unsere praktische Excel-Übersicht über den E-Mobilitäts-Reifegrad von 30 europäischen Ländern. So können Sie die Länder, in denen Sie Flottenstandorte haben, nach Reifegrad sowie nach verschiedenen Kriterien sortieren und miteinander vergleichen.
Sind unsere Nachbarländer schon bereit für E-Mobilität?
Aufgaben eines internationalen Flottenmanagers haben Sie bereits dann, wenn Sie für Ihr Unternehmen auch nur ein einziges Fahrzeug im benachbarten Ausland anschaffen müssen, z. B. für einen Mitarbeiter Ihres deutschen Unternehmens, der in einem Nachbarland lebt und arbeitet. Trotz eines bereits höheren E-Mobilitäts-Reifegrads vieler unserer Nachbarländer gibt es nach wie vor Unterschiede bei den fünf verschiedenen Kriterien, die den E-Mobilitäts-Reifegrad im jeweiligen Nachbarland beeinflussen.
E-Mobilität in allen Nachbarländern weiter im Aufwärtstrend Acht von zehn Nachbarländern gehören nach wie vor zu den „reiferen“ Ländern bei der E-Mobilitäts-Reife. Dies liegt u. a. daran, dass die Gesamtbetriebskosten für Elektrofahrzeuge sowohl in Deutschland als auch in sieben seiner neun Nachbarländer (Belgien, Dänemark, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen und Schweiz) wettbewerbsfähig sind.
- Allerdings konnten nur Belgien, Österreich und Frankreich ihren E-Mobilitäts-Reifegrad im Vergleich zum Jahr 2024 erhöhen.
- Schlusslicht Polen hingegen – noch im Jahr 2024 mit 41 Punkten gerade so in die Riege der „Übergangs“-Länder zur E-Mobilitäts-Reife aufgestiegen – fällt im Jahr 2026 mit 33 Punkten sogar noch hinter Tschechien mit 35 Punkten zurück in die Kategorie der „neuen“ Länder.
- Trotz der verbesserten öffentlichen Ladeinfrastruktur sollten Sie in Polen und Tschechien mangels TCO-Wettbewerbsfähigkeit und schwacher Marktetablierung von E-Autos gut abwägen, ob Sie E-Fahrzeuge für Ihr Unternehmen anschaffen.
Belgien verdrängt die Niederlande vom ersten Platz Belgien hat bei der E-Mobilitäts-Reife die meisten Punkte dazugewonnen.
- Mit 78 Punkten befindet sich Belgien nun nah an der Schwelle zur besonders hohen E-Mobilitäts-Reife, die bislang nur der Elektromobilitätspionier Norwegen mit 93 von 100 möglichen Punkten erreichen konnte.
- Die Niederlande liegen immer noch hoch beim Reifegrad und belegen unter den Nachbarländern mit 74 Punkten Platz 2.
- Österreich konnte sich mit 71 Punkten vom 5. auf den 3. Platz bei der E-Mobilitäts-Reife verbessern.
Ladeinfrastruktur nach wie vor ausbaufähig Bei der Entwicklung der öffentlichen Ladeinfrastruktur gibt es zwischen Deutschlands Nachbarländern immer noch große Unterschiede. Deutliche Verbesserungen gab es in Polen, Belgien und Tschechien.
- Auch die Niederlande haben ihre bereits weltweit am besten entwickelte Ladeinfrastruktur noch weiter verbessert. Dort kommen nur zwei Fahrzeuge auf eine öffentliche Ladestation.
- In Luxemburg, dem schwächsten Land bei der Ladeinfrastruktur, sieht es mit 76 Fahrzeugen pro Ladestation deutlich schlechter aus.
- Und auch in Deutschland ist die öffentliche Ladeinfrastruktur im Vergleich zu den Nachbarländern insgesamt gesehen eher schwächer. Hier kommen im Schnitt 32 Fahrzeuge auf eine Ladestation.
E-Mobilitäts-Reife von Deutschland im Vergleich zu der von 29 weiteren Ländern
Nutzen Sie unsere praktische Excel-Übersicht, um die für Sie relevanten Länder und ihre Kriterien zur E-Mobilitäts-Reife zu filtern und miteinander zu vergleichen.
Fazit: Get ready – E-Mobilität Schritt für Schritt!
- Mit dem EU-weiten Verbrenner-Aus im Jahr 2035 stellen Sie sich nicht mehr die Frage, ob Sie Ihre deutsche und europäische Flotte auf E-Mobilität umstellen. Die Frage lautet, wann Sie damit starten sollten, um Ihre Flotte rechtzeitig CO2-neutral zu betreiben.
- Dass Sie alle Ihre internationalen Unternehmensstandorte auf einmal elektrifizieren, ist ein eher unrealistisches Szenario. Starten Sie besser mit reiferen Ländern und stellen Sie diese sukzessive auf E-Mobilität um.
- Weltweit ist die E-Mobilität im Aufwärtstrend, insbesondere weil das Angebot an verfügbaren E-Modellen für unterschiedliche Wünsche und Budgets immer weiter steigt und sich die öffentliche Ladeinfrastruktur stark verbessert hat. Trotzdem sollten Sie weiterhin berücksichtigen, wie sich die Faktoren mit Einfluss auf den E-Mobilitäts-Reifegrad in denjenigen Ländern entwickeln, in denen Sie Ihren Fuhrpark auf E-Mobilität umstellen wollen.
- Aktuell sind Nord- und Westeuropa bei der Umstellung auf E-Mobilität weiterhin führend. Im Gegensatz dazu entwickeln sich die Märkte in Süd- und Osteuropa langsamer.
- Steuerliche Anreize sind ein immer wichtigerer Faktor bei Entscheidungen zur Flottenelektrifizierung in Europa. Informieren Sie sich daher, welche Rolle Kfz-Steuern und Gebühren im lokalen und internationalen Fuhrparkmanagement spielen.
Ihr Vergleich der E-Mobilitäts-Reife von Deutschland und 29 weiteren Ländern
Ladeinfrastruktur, steuerliche Vorteile, Gesamtbetriebskosten – dies alles sind Faktoren, die die E-Mobilitäts-Reife an Ihren internationalen Flottenstandorten beeinflussen. Welche Länder in Europa besonders reif in Sachen E-Mobilität sind und welche noch am Anfang stehen, erfahren Sie in unserer Excel-Übersicht.
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